Aggressives Salzlässt Rost

2,5 – 4 Mio.Tonnen Salz verstreuen die Länder und Kommunen in dem Winter 2016 /17 Das Salz wird meist nicht trocken, sondern als Solelösung ausgebracht, um zu vermeiden, dass es verweht – umso gefährlicher für ihr Fahrzeug.

Das herrliche Winterwetter hat auch Nebenwirkungen: In Ritzen, Fugen und Hohlräumen wütet die „braune Pest“.

Neuwagen? Rost? Das kann nicht sein! Ist doch eh alles verzinkt! Oder doch? Denn in strengen Wintern bringen die Streudienste viel Salz aus. Konkret: Natriumchlorid (Kochsalz). Dies wirkt, sagen Experten, bis –7 Grad. Sinkt die Temperatur noch weiter ab, kommt an „starken Steigungen und neuralgischen Punkten“ Kalziumchlorid zum Einsatz, diese Salzart verhindert unter –8 Grad die Eisbildung.

Die Ursache für den Rost ist das aggressive Kalziumchlorid als Ursache für die massiven Korrosionen. Wir beobachten, dass seit ca. 15 Jahren die Autos wieder mehr rosten, besonders in Fugen, Ritzen und Hohlräumen. Insbesondere an Achs und Achsanbauteilen blüht die braune Pest – auch bei Neuwagen.

Was tun gegen den Rost?

  • Vor dem Winter empfiehlt die Rostschutzklinik das Aufbringen eines Unterboden- und eines Hohlraumschutzes. Wachs ist das Zaubermittel. „Wachs bindet gut und härtet nicht aus, reißt also auch nicht.
  • Selbst Neufahrzeuge sind gegen den Rostbefall nicht gefeit, bestätigen Autoimporteure. Der Grund? Das aggressive Kalziumchlorid, sagen die Auto-Experten und verweisen auf den immer geringeren Unterboden- und Hohlraumschutz bei Neuwagen. Fakt ist: Der ungeliebte Rost erlebt wieder eine Blütezeit. Doch was tun, bevor die braune Pest wütet?
  • Nach Autobahnfahrten empfehlen wir die Fahrt in die Waschstraße. „Wichtig ist: Vorher das Auto mit einem Dampfstrahler säubern. Dreck und Salz würden in Kombination mit den rotierenden Lappen in der Waschstraße wie Schmirgelpapier wirken und den Lack verkratzen. Außerdem kann man die Fugen und Ritzen händisch besser reinigen, dort wo sich das Salz festgesetzt hat. Dies gilt insbesondere auch für die Radkästen.
  • Übertriebene Fürsorge ist fehl am Platz. Ein Auto hält es auch ein paar Tage ohne Waschen aus. Außerdem sollte nur bei Plusgraden in die Waschstraße gefahren werden. Es bleibt immer Wasser in den Fugen, Ritzen und am Unterboden haften. Gefriert dies, können Schäden entstehen. Empfehlenswert ist daher, das Auto trockenzureiben. Dies gilt besonders für die Türen, Haube und Kofferraum. Denn dort, an den Holmen, entsteht einerseits oft Rost, andererseits frieren die Türen an den Gummidichtungen fest.
  • Die Türdichtungen sollen regelmäßig mit Silikon oder Hirschtalg eingesprüht bzw. eingeschmiert werden. Damit wird verhindert, dass die Türen zufrieren. Zudem bleibt der Gummi geschmeidig.
  • Türschlösser sollen im Winter mit einem Schlosspflegeöl eingesprüht werden. Dabei legt sich eine Schutzschicht über die Mechanik und verhindert das Vereisen. Empfehlenswert ist auch das Zukleben der Öffnungen vor der Reinigung.

Insgesamt können wir nur eines empfehlen, wenn Sie sich mit dem Kauf eines Neuwagens tragen oder einen Jungen Gebrauchten erworben haben, machen Sie sich auch über den Korrosionsschutz Gedanken.